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Lanzarote Information

Naturkatastrophen im 18. Jahrhundert 

1730 kam es auf Lanzarote zu schweren Vulkanausbrüchen. Am 1. September bildeten sich 
auf einer Strecke von 18 Kilometern 32 neue Vulkane. Die Ausbrüche, die von dem Pfarrer von Yaiza, 
Don Andrés Lorenzo Curbelo, bis 1731 detailliert dokumentiert wurden, dauerten insgesamt 2.053 Tage und endeten im Jahr 1736. 
Am Ende hatte die Lava rund ein Viertel der Inselfläche unter sich begraben, 
darunter die fruchtbarsten Böden der Insel und mehrere Dörfer und Gehöfte.

 
Stattdessen entstanden an dieser Stelle hundert neue Vulkane, die den Namen Montañas del Fuego (Feuerberge) erhalten haben. 
Anfangs war es den Inselbewohnern, unter Androhung von Strafe verboten, die Insel zu verlassen, 
da die Inselführung befürchtete, keine Arbeitskräfte mehr zur Verfügung zu haben. 
Die Versorgung mit Lebensmitteln verschlechterte sich aber zusehends, so dass der Hälfte der Bevölkerung erlaubt wurde, 
auf die Nachbarinsel Gran Canaria auszuwandern. 1768 kam es zu einer Dürrekatastrophe,
nachdem die Winterniederschläge mehrere Jahre lang nicht fielen. Die Dürre forderte zahlreiche Tote, 
viele Bewohner wanderten auf die Nachbarinseln oder nach Cuba und Amerika aus. 
Im Jahre 1824 kam es zu einem erneuten Vulkanausbruch im Bereich von Tiagua
der aber bei weitem nicht so schlimm war wie die Ausbrüche in den Jahren 1730 bis 1736. 
1974 wurde hier der Timanfaya-Nationalpark gegründet.