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Lanzarote
Information
Klima,
Wetter & Co.
Klima
Lanzarote liegt in
der Passatzone, was dazu
führt, dass auf der Insel ganzjährig frische Winde
aus Nord bis Nordost wehen.
Lanzarote besitzt ein ganzjährig
mildes und niederschlagsarmes Klima, da die Passatwinde an der
relativ flachen Insel meist nicht abregnen.
Die Lufttemperatur
liegt im
Jahresdurchschnitt bei 20,5 °C. Der Monatsdurchschnitt
beträgt im August 24,7 °C
und im Januar
16,9 °C. Die Wassertemperatur des Atlantischen Ozeans
schwankt
durch das Aufquellen kalten Tiefenwassers vor der
nordwestafrikanischen Küste
und dem Kanarenstrom zwischen
22 °C im Sommer und 17 °C im Winter.
Das macht in Zusammenhang mit dem Passatwind
die teils hohen
Sommertemperaturen erträglich.
Niederschläge
Mit nur 112 mm
Millimetern Niederschlag pro Jahr
ist Lanzarote die trockenste der Kanarischen Inseln,
davon fallen
allerdings etwa 85% von Januar bis März. Die relative
Luftfeuchtigkeit beträgt im Mittel 70%.
Im gebirgigen Norden
können mit bis zu 300 Millimetern pro Jahr deutlich mehr
Niederschläge fallen als im Süden.
Dort
können die vom Atlantik kommenden nordöstlichen
Passatwinde
auf das Famara-Massiv
mit dem höchsten Punkt von 671 Metern
treffen, welches damit im untersten Bereich der
Kondensationszone
liegt.
Die Passatwinde stauen sich nur bei starker Zirkulation und
werden zum Aufstieg gezwungen.
Die feuchte Atlantikluft kühlt
während des Aufstiegs um 1 °C pro hundert
Meter ab.
Da die kühlere Luft jedoch
weniger Wasserdampf
speichern kann, die absolute Menge an Wasserdampf aber gleich
bleibt,
kondensiert
der Wasserdampf, wenn die Sättigungsgrenze erreicht ist. Es
entstehen Wolken,
beziehungsweise Nebel.
Die Feuchtigkeit aus den Wolken reicht aus, um in diesem Gebiet
Landwirtschaft in Form von Trockenfeldbau zu
betreiben.
Die Feuchtigkeit reicht ebenfalls aus, um im Tal der 1000 Palmen in der
Gegend um Haría
einen für Lanzarote
ungewöhnlichen Anblick zu
schaffen. Mit den vielen Palmen und der besonders im
Frühling
üppigen Vegetation
findet man in diesem Tal eine „grüne Oase“
auf der ansonsten sehr vegetationsarmen Insel.
Wetterphänomene
Auf Lanzarote, wie
auch auf den
anderen Kanarischen Inseln, kommt es
mehrmals pro Jahr
zu einer besonderen Wetterlage, wenn
über der Sahara Staubpartikel
durch Sandstürme
und starke Thermik bis in
große Höhen transportiert werden. Mit
südöstlichen Winden werden diese Aerosole
dann weit
auf den Atlantik hinaus transportiert. Während solcher
Wetterlagen
sinkt die Sichtweite auf der Insel bis auf wenige 100 Meter
ab. Die Luft ist voller Staub und der Himmel
erscheint
in
einem schon fast unwirklichen Rot- bis Braunton. Der hohe Gehalt an
Aerosolen in der Luft führt dazu,
dass der Luftverkehr
eingestellt wird, da die Staubpartikel die Triebwerke der Flugzeuge
zerstören können.
Von den Einheimischen (Lanzaroteños) wird dieser
heiße Südostwind Levente oder auch Calima
genannt.
Während dieser Wetterlage können die Temperaturen
zeitweise bis auf 40 °C und darüber ansteigen.
Wasserversorgung
Die Wasserversorgung
stellte auf der niederschlagsarmen
Insel schon immer ein Problem dar.
In der Vergangenheit wurde der
Niederschlag
in großen Zisternen
gesammelt. Rund 25 Prozent des
Wasserbedarfs wurde in den 50er
Jahren durch wasserführende Stollen im
Famara-Massiv gedeckt.
Von den sieben wasserführenden Stollen
wurden 1950 vier genutzt, heute nur noch einer, da sinkende
Grundwasserstände
zu einem Nachdrücken von schwererem Meerwasser und
damit zu
einer Versalzung (Brackwasser)
des
Grundwassers geführt haben. Durch den in den 50er
Jahren
einsetzenden Tourismus stieg der
Wasserbedarf
auf Lanzarote sprunghaft an, so dass mit Tankschiffen
Wasser von den Nachbarinseln Teneriffa und Gran
Canaria
auf die Insel transportiert werden musste. 1964 wurde
dann östlich von Arrecife die erste Anlage
zur Meerwasserentsalzung
gebaut,
die in den folgenden Jahren ständig erweitert wurde
und noch heute in Betrieb ist. Die Herstellung von
Süßwasser
in Meerwasserentsalzungsanlagen stellt ein ökologisches
Problem dar. Für die Gewinnung von
Süßwasser
braucht es viel Energie, was bedeutet,
dass zusätzlich Erdöl importiert werden
muss.
Im
Durchschnitt verbraucht jeder Tourist auf den Kanaren pro Tag etwa 230
Liter Wasser,
die Einheimischen jedoch nur 138 Liter Wasser.
  
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