crazy-canary


 
Viversum.de: gratis astrologische Lebensberatung

Lanzarote Information

Geschichte

Erste Berichte durch Griechen und Römer 

Durch die Nähe zu Afrika und dem europäischen Kontinent war Lanzarote wohl die erste Kanarische Insel, die besiedelt wurde.
Es wird vermutet, dass die Phönizier bereits um 1100 v. Chr. die Insel besucht haben.
Auch die griechischen Schriftsteller und Philosophen Herodot, Platon und Plutarch berichten vom Garten der Hesperiden,
vom Land der Fruchtbarkeit, wo Obst und Blumen in der Brise des Atlantikwindes duften,
und Homer schreibt im vierten Gesang der Odyssee von einem paradiesischen Ort.
Es ist aber unklar, ob es sich bei diesen Beschreibungen nur um Dichtung handelt,
oder ob konkret die Kanaren gemeint waren.

Die ersten verlässlichen Aufzeichnungen stammen von Plinius dem Älteren,
der in seiner enzyklopädischen Naturkunde Naturalis Historia von einer Expedition zu den Kanarischen Inseln berichtet.
In dieser Aufzeichnung werden erstmals Namen für die Insulae Fortunatae (Inseln der Glückseligen) vergeben:
Canaria (Gran Canaria), Ninguaria (Teneriffa), Junonia Mayor (La Palma) und Capraria (El Hierro).
Man glaubt, dass Fuerteventura und Lanzarote miteinander verbunden waren, denn beide,
 und auch Lobos, werden nicht einzeln erwähnt, jedoch ein Archipel.
Nach den dort gefundenen Pflanzen, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit
um die Färberflechte (Rocella tinctoria) handelte, werden sie „Purpur-Inseln“ genannt.
Archäologische Funde, die auf das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert werden konnten,
belegen die Anwesenheit der Römer auf Lanzarote.

Die Wiederentdeckung durch Araber und Europäer 

In den nachfolgenden Jahrhunderten geraten die Kanaren nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs
wieder in Vergessenheit, und werden im Jahr 999 n. Chr. durch Ben Farroukh wiederentdeckt.
Die Araber gaben den Inseln den Namen Al Djezir al-Khalida (Glückliche Inseln)
und lehnten sich damit an den Namen der Römer an.
Im Jahr 1336 stach von Lissabon aus eine Flotte unter der Führung von Lanzarote da Framqua  in See,
um das damalige Ende der Welt zu erforschen, das zu jener Zeit vor der nordwestafrikanischen Küste lag.
Dabei entdeckte er die Kanarischen Inseln erneut, und ließ sich auf Lanzarote nieder.
In der Nähe der heutigen Stadt Teguise baute er auf dem Montaña de Guanapay ein kleines Fort.
Wieder in Portugal angekommen, erreichte er es, dass die von ihm entdeckte und in Besitz genommene Insel
in der Weltkarte des Angelino Dulcert als Insula de Lanzarotus Marocelus eingezeichnet wird. Seither trägt Lanzarote seinen Namen.

Die Unterwerfung durch Europäer 

Angelockt durch wertvolle Rohstoffe wie rote Färberflechte und Sklaven, unternahm Jean de Béthencourt 1402 
eine Expedition unter König Heinrich III. von Kastilien zu den Kanarischen Inseln. 
Er ging im Süden Lanzarotes an Land, und konnte den einheimischen Inselkönig Guardafía davon überzeugen, 
mit ihm friedlich zusammen zu arbeiten, in dem er ihm Schutz anbot.
Mit seiner Hilfe konnte in der Rubicón-Ebene eine Festung bauen. Dies war aber eine Täuschung, 
da Béthencourt den Frieden nutzte, um die anderen Inseln zu erobern. Er stellte aber bald fest, 
dass seine Ausrüstung und die Soldaten nicht ausreichten, die Kontrolle über alle Inseln zu erlangen. 
Béthencourt begab sich so zurück aufs Festland.

Jean de Bethencourt

Während seiner Abwesenheit nutzt Gadifer de la Salle die kleine vorgelagerte Insel Los Lobos als Stützpunkt. 
Hier gab es dann einen Aufstand und die Aufrührer nahmen Einheimische als Sklaven mit nach Spanien.
Gadifer
hatte nun kein Schiff mehr und verdurstete beinahe auf Los Lobos, 
während die Einheimischen mit dem Töten von Europäern begannen. Mit Hilfe des Guanchen Atchen wollte Gadifer seine Leute rächen. 
Atchen nahm den König Guardafía auf Lanzarote gefangen und wollte selbst an die Macht.
Guardafía
konnte jedoch fliehen und ließ Atchen lebendig verbrennen.   

Béthencourts mitgebrachte Geistliche tauften Guardafía und beeilten sich mit der Taufe vieler Guanchen,
was diese zu  
Sklaven machte. Bis zu Béthencourts Rückkehr 1404 war Lanzarote unterworfen.
So konnte man sich gut gerüstet der Eroberung der Nachbarinsel Fuerteventura widmen.
Béthencourts weniger erfolgreicher Neffe
Maciot de Béthencourt wird als sein Stellvertreter auf Lanzarote bleiben.
Er nimmt sich die Tochter namens Teguise des bisherigen Herrschers
Guardafia zur Lebensgefährtin,
 und benennt den damaligen Ort
Acatife nach ihr.
Rubicón bei den Papagayo-Stränden wird sogar erster Bischofssitz durch Benedikt XIII.  
In den nachfolgenden Jahren ist die Geschichte Lanzarotes durch immer wiederkehrende Überfälle von Piraten gekennzeichnet.
Der schlimmste ereignete sich im Jahr 1618, als die Piraten
Jabán und Solimán das Versteck der Einheimischen
in den Höhlen der Cueva de los Verdes entdeckten, und rund 1.000 Inselbewohner gefangen nahmen.